Trüelete-Erlebnis 2009 aus der Sicht der Eltern

Die diesjährige Trüelete hat Karin und mir speziell gut gefallen und bleibt uns in bester Einnerung.

Trüelete 2009
"Morgenstund hat Gold im Mund" - und so lohnte sich das frühe Aufstehen am Sonntag Morgen nicht nur für die Kinder, sondern auch für uns Eltern. Zuerst fällten wir im Zug nach Twann kurzentschlossen den Entscheid, vor dem Rennen selber auch noch etwas für die Fitness zu tun. Beatrice + André, Silvia + René, Karin + Andy spazierten von Tüscherz nach Twann. Alle genossen wir dabei entlang dem Rebenweg die Aussicht auf den Bielersee, die Düfte von gärenden Traubenresten am Wegrand und das Rascheln der ersten gefallenen Blätter im farbenprächtigen Herbstwald.

In Twann angekommen, installierten wir uns wie üblich am Strassenrand, um bei der Staffette und den rasanten Durchfahrten des Hupi-Autos mitzufiebern. Es war super zu sehen, wie die vielen Mannschaften des TV Nidau sich ins Zeug legten, und so konnten wir die Nidauer beinahe während jedem Lauf kräftig anfeuern.

Nach dem Rennen schlenderten wir durch die Stände und den Flohmärit. Mit der Zeit kennen wir das Angebot aber bereits gut, und leider scheint die Anzahl an Ständen mit jedem Jahr abzunehmen. Also hatten wir wie üblich nach dem Rennen die gleich quälende Frage zu beantworten: "Wie schlagen wir uns die Zeit bis zur Siegerehrung um die Ohren?"

Dieses Jahr fanden wir spontan eine sehr gute Antwort auf diese Frage: "Setze dich mitten im Dorf - dort wo die Musik gerade eine Pause macht - zu viert an einen Tisch. Dann bestelle für alle ein Raclette, geniesse dieses mit viel Pfeffer bei interessantem Gespräch, in freundschaftlicher Atmosphäre und dem Schmieden von Plänen für die nächsten schönen Familienferien. Bestelle zusätzlich eine Flasche Oeil de Perdrix. Stosse an und spüre wie der Alkohol deine Zunge noch gesprächiger macht. Anschliessend kommunizierst Du leicht angeheitert und laut schreiend bei blechiger Volksmusik weiter - denn die Musikanten haben gerade wieder angefangen zu blasen."

Jedenfalls vergeht so die Zeit bis zur Siegerehrung im Nu. Bei bester Laune und im Wissen, dass Du es nächstes Jahr wieder genau gleich machst, fährst Du dann mit allen anderen nach Hause. Dort überlegst Du Dir, was Du mit dem angefressenen Sonntag Nachmittag machen sollst - und entscheidest Dich wiederum spontan für ein Nickerchen.

Andy Kluser