stf 2018 04

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Samstag früh, angespannt und doch zuversichtlich fahre ich mit dem Velo zu unserem Treffpunkt. Das Wetter ist gut, es ist einfach noch etwas frisch. Ich denke mir, lieber so als drückend heiss. Der erste Teil des Teams trifft sich in Nidau. Gemütlich fahren wir nach Bözingen. Dort wartet bereits ein Teil der übrigen Teammitglieder.

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Während die einen sich zum Kaffee aufmachen, gehe ich zur Anmeldestelle. Rasch ist alles erfasst und ich kehre zurück zum Team. Da ein erstes Hallo, nicht alle haben sich getroffen. Ein Spruch hier, eine träfe Antwort da – die Stimmung ist gut. Nun gilt es den Fokus auf den Wettkampf zu setzen. Ich habe im Vorfeld meine hohen Ambitionen klar gemacht. Es herrscht eine Stimmung zwischen fröhlichem Beisammensein und Anspannung. Erste Disziplin ist der Fachtest Allround. Raphael bringt uns wie vereinbart das Material, so dass wir uns einlaufen können. Nach einer ersten Aufwärmrunde übernimmt Chlöisu als Chef Goba. Fasi schaut, dass auch seine Disziplin Beachball geübt wird. Roberto übernimmt das Management der Anmeldung vor Ort und Lorenz die Notenauswertung.

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Jetzt ist es soweit, wir stehen bereit zum Wettkampf. Die ersten beiden Gruppen liefern ihre Leistung, wir sind nahe an der 10. Die dritte, vermeintlich beste Gruppe patzt dann jedoch. Klar gibt es Sprüche hin und her, wie sollte es anders sein. Rasch geht es weiter mit dem Team Beachball. Diese zeigen, wie es geht und bringt eine glatte 10. Total 1. Wettkampfteil: 9.63. Mit etwas gemischten Gefühlen gehen wir weiter, es wäre doch mehr drin gelegen.

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Nach einer kleinen Pause geht’s ans Einlaufen für den zweiten Teil. Die Stimmung ist weiterhin gut, der Fokus stimmt. Fussball Korb läuft beiden Gruppen recht gut, die Fehlerquote ist ok. Das anschliessende Ballkreuz funktioniert ebenfalls weitgehend, nur ein kleiner Aussetzer kostet wertvolle Punkte. Mit einem Total von 9.58 sind wir auch hier soso lala zufrieden, es wäre noch mehr möglich gewesen. Wiederum haben wir etwas Zeit bis zum letzten Wettkampfteil. Begleitet von Sprüchen hier und dort wärmen wir uns auf und bald stehen wir am Startfeld. Wir wären ready aber vor uns kommt doch noch der lange Zeit vermisste TV Studen. OK, dann warten wir halt noch etwas. Beim Mossgummi dachte ich, das haben wir im Griff. Und ja, manchmal kommt es anders. Zu viele Fehler, zu wenig Fluss und die Note ist im Keller. Nicht einmal eine 8 bringen wir aufs Blatt, die Endtäuschung ist gross. Abhacken und weiter heisst die Devise. Als letzte Disziplin steht Intercross auf dem Programm. In den gleichen Teams wie zu Beginn Goba steigen wir ins Rennen. Das erste Team liefert ganz ok. Leider verpasst das Team 2 wegen einem Missverständnis den Start. Die Unsicherheit zieht sich durch die ganzen zwei Minuten, entsprechend ist die Punktzahl bescheiden. Dann folgt das Team, welches beim Goba unter den Erwartungen blieb. Diesmal ist es gerade das Gegenteil. Mit einer souveränen Leistung zaubern sie ein Spitzenergebnis auf den Rasen. Dank diesen Punkten steigt unser Ergebnis. Mit 8.99 im dritten Wettkampfteil kommen wir mit einem blauen Auge davon. Unser Endergebnis: 28.20.

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Der Nachmittag gilt dann nach einer Verpflegungspause dem Einzelwettkampf. Thömu und ich sind als Kampfrichter im Einsatz, Gärbi, Möschi, Fasi, Zimpu und Chlöisu vertreten unsere Farben im Wettkampf, begleitet von den übrigen im Team.
Nach Abschluss gönnen wir uns ein Bierchen und so geht es zum gemeinsamen Nachtessen. Ich klinke mich aus zum Leiterapéro. Dort erhalte ich unsere definitive Schlussnote. Wofür reicht das wohl? Einerseits ist das Ergebnis hoch, aber da war noch viel Luft nach oben. Das Znacht ist vorbei, der Abend beginnt. Nach und nach verabschieden sich einer nach dem andern, die Party dauert für uns nicht allzu lange.
Sonntag früh, ich bin vorerst für die Jugi als Kampfrichter im Einsatz. Mit der Zeit sind wir dann ein schönes Grüppchen aus unserem Team. Gespannt warten wir auf die Rangverkündigung. Wir stehen im Foyer der Tissot Arena und bald danach geht es drinnen los. Bei der Rangverkündigung Einzel die erste, eher erwartete Ernüchterung. Für eine Medaille wie im letzten Jahr hat es nicht gereicht. Später erfahren wir, dass Chlöisu und Möschi zumindest eine Auszeichnung erreicht haben. Die Spannung steigt, unsere Kategorie ist an der Reihe. «Im dritten Rang mit 27.35 …» ein erstes Aufatmen bei uns, wir sind auf dem Podest. Gärbi meint nur: «bring noch eine 27!». «Im zweiten Rang mit 28.» – tief durchschnaufen – «04 …» und schon brechen wir in Jubel aus. Wir haben es geschafft.

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Dann ist es soweit. «Im ersten Rang mit 28.20 TV Nidau». Freudenschreie, glückliches Abklatschen und ich darf zuoberst auf das Podest. Medaille um den Hals, die Fahne mit Kranz geschmückt, ein wunderbares Gefühl. Irgendwie komisch dieser Triumpf; es wäre doch noch mehr drin gelegen, zum Beispiel die höchste Punktzahl aller Vereine FMS. Aber was soll’s, Zimpu sagt so schön «jammern auf höchstem Niveau». Danach ist Fotoshooting angesagt, wir als Team und dann noch mit den Aktiven und der Jugi, welche gleichentags im Einsatz steht. Schade verschwinden rasch fast alle von uns und so gibt es kein richtiges Feiern.

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Der Nachmittag gehört der Schlussvorführung inklusive der sehr emotionalen Seeland-Stafette. Leider verpassen unsere ältesten Mädchen den sicher geglaubten Sieg in ihrer Kategorie. Beim TV Bözingen gibt es ein letztes Feierabendbier und ich mache mich zusammen mit der Familie auf den Weg nach Hause.
Erst etwas später realisiere ich, wir haben da etwas ganz Grosses geleistet. Mit einer absoluten Spitzennote haben wir in unserer Kategorie den Sieg geholt. Herzlichen Dank allen für den tollen Einsatz, es hat riesig Spass gemacht.
Thomas Jeannerat